dimanche 22 septembre 2013

Die Triumphantin


Merkels Sieg bei der Bundestagswahl "Wir werden damit verantwortungsvoll umgehen"

 Süddeutsche Zeitung

Mit dieser Wahl wird aus der Regierungszeit Merkel eine Ära - die Ära des Merkelismus, einer Machtpolitik, der man das Machtvolle nicht anmerkt. Die Bürger haben der Kanzlerin nicht nur einen Sieg, sondern einen Triumph beschert. Die Schattenseite des Erfolgs: Derzeit besteht die CDU aus fast nichts außer ihr.

Ein Kommentar von Heribert Prantl

Triumphator ist ein Wort, das es eigentlich nur in der männlichen Form gibt; Angela Merkel macht das Wort weiblich. Sie erringt einen Wahlsieg, der nicht nur Sieg ist, sondern Triumph. Es ist ihr Triumph, weniger der Triumph der Union. Sie als Person, sie als Kanzlerin hat ihn errungen, mit Beliebtheitswerten, die in der Geschichte der Bundesrepublik einmalig sind.

Mit diesem Wahlsieg steht sie nun fast neben Konrad Adenauer, der 1957, zum ersten und bisher einzigen Mal in der Geschichte der Republik, für die Union die absolute Mehrheit errungen hat. 1957: Es war der Höhepunkt der Macht Adenauers. 2013: Es ist der Höhepunkt der Macht Merkels. Mit dieser Wahl wird aus der Regierungszeit Merkel, ganz gleich wie sie nun weitergeht, eine Ära - die des Merkelismus, einer Machtpolitik, der man das Machtvolle nicht anmerkt.

"KEINE EXPERIMENTE"

Konrad Adenauer hat 1957 die grandiose Mehrheit von 50,2 Prozent mit einem schlichten, fast harmlosen Satz gewonnen: "Keine Experimente". Die Deutschen wollten sie auch nicht. Adenauer hatte doch soeben in Moskau die Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen erreicht und mit dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik einen schönen Erfolg vorzuweisen. Merkel hat nun keine so spektakulären Erfolge vorzuweisen wie damals Adenauer.


COMMENTAIRE DE DIVERCITY

DIVERCITY S'EST TROMPE!

Ne tournons pas autour du pot, nous n'avons pas vu arriver cette victoire écrasante: du jamais vu depuis Conrad Adenauer en 1957.

Ceci compromet dangereusement un changement de cap largement souhaité dans la conduite de la politique européenne.



Bundestagswahl 2013 –FDP darf ein bisschen hoffen

Aber den Deutschen geht es gut, und sie haben das Gefühl, dass Merkel sie ordentlich durch die Euro-Krise geführt hat. Da kann es zwar noch ein bitteres Erwachen geben, aber das ist eben noch nicht passiert. Merkel wird von dem wohligen Gefühl der Wähler zum Wahltriumph getragen, dass es in fast ganz Europa drunter und drüber gehe, nur nicht in Deutschland. Deswegen konnte sie in ihrem Schlusswort des TV-Duells mit Peer Steinbrück zur Neuauflage des alten Slogans greifen: "Sie kennen mich. Sie wissen, was ich anpacken möchte. Wir hatten vier gute Jahre."


Le Monde:

 Angela Merkel a remporté un triomphe historique, dimanche 22 septembre, lors des élections législatives allemandes, et devrait être reconduite pour un troisième mandat de chancelière pendant quatre ans, en s'offrant peut-être même le luxe de gouverner avec une majorité absolue au Bundestag.

A 59 ans, la chancelière allemande a confirmé son statut de femme la plus puissante du monde, en devenant le premier dirigeant européen à être reconduit à la tête d'un pays depuis la crise financière et monétaire qui a secoué l'Union européenne. Elle a permis à son parti conservateur, la CDU, de recueillir son score le plus élevé depuis la réunification du pays en 1990 avec 42,3 % des voix, en hausse de près de 9 points par rapport au scrutin de 2009, selon des projections basées sur des résultats partiels diffusées par la chaîne publique ZDF.

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